Allegra tourismus
allegra-search-icon.png

WHAT ARE YOU LOOKING FOR?

Weshalb lohnen sich überregionale Projekte?

Posted by Olivia Schoch on June 14, 2018
Olivia Schoch
Find me on:

Es ist ganz einfach: Wenn zwei zusammenspannen, wird das Angebot vielfältiger und es können doppelt so viele Kräfte freigesetzt werden. Was dem Einen fehlt, kann der Andere vielleicht bieten. Gemeinsam können sie Ressourcen planen und eine Arbeitsteilung vornehmen. Und gegenseitig können sie sich inspirieren, sich den Spiegel vorhalten und gemeinsam wachsen. Das ist das Konzept der Partnerschaft – in einer privaten und in einer geschäftlichen Beziehung. Was nun, wenn sich ganz viele zusammentun, ganz viele Regionen, die Mountainbike-Tourismus zum Ziel haben?

Wenn wir eines der spannendsten Projekte herauspicken sollen, das wir bei Allegra betreuen dürfen, dann fällt graubündenBIKE auf. Es ist vermutlich eines der erfolgreichsten Projekte. Und es ist ein Überregionales: Sämtliche Mountainbike-Destinationen im Kanton Graubünden haben sich vereinigt um gemeinsam den Mountainbike-Tourismus zu kultivieren. Es wurden Grundlagen erarbeitet, aus welchen sämtliche Destinationen und Leistungsträger individuell ihren Nutzen ziehen können. Es hat funktioniert! Aktuell betreuen wir im Kanton Graubünden bereits ein E-Mountainbike-Projekt, welches auf dem bestehenden Fundament aufbaut. Aktuell wird ein Baukasten entwickelt, mit welchem die einzelnen Destinationen passend zu ihren Gegebenheiten arbeiten können.

Zusätzlich dürfen wir heuer drei neue überregionale Projekt lancieren. Zum einen sind wir mit einem kantonalen Projekt in Fribourg beschäftigt, wo unter anderem der Veloproduzent Scott seinen internationalen Geschäftssitz hat. Das zweite Projekt greift sogar über mehrere Kantone. Und das dritte Projekt wird in der unmittelbaren Nähe der grössten Schweizer Stadt lanciert.

brs_OllweiteLine-7

Es fällt auf: Überregionale Projekte gewinnen im Mountainbike-Tourismus an Popularität und sind erfolgversprechend. Weshalb das so ist, erklären wir mit den vier wichtigsten Argumenten:

Der Gast 

Der Gast sucht ein gutes Mountainbike-Erlebnis. Gemeinde- oder Kantonsgrenzen spielen für ihn dabei nur insofern eine Rolle, dass sie sein Erlebnis nicht beschränken sollen. Ein Beispiel: Die epische Bernina-Express-Route startet im Engadin und endet im Val Poschiavo. Auf dem Weg dahin durchfährt der Biker mehrere Gemeinden, ja sogar mehrere Regionen, welche weder politisch noch touristisch eine Zusammengehörigkeit aufweisen. Das Produkt aber funktioniert, das Erlebnis ist top!

Der Markt

Der Mountainbike-Tourismus ist immer noch im Wachstum. Wir sind weit davon entfernt, dass wir uns um Marktanteile streiten müssten. Und deshalb ist es im Interesse aller am Markt beteiligten Leistungsträger, dass jeder jeweils andere Leistungsträger einen guten Job macht. Denn wenn dies nicht der Fall ist, besteht die Gefahr, dass ein neuer Bike-Tourist mit einem schlechten Erlebnis, nie wieder als Gast in die Region zurückkehrt. Oder in irgendeine andere Region.

Die Infrastruktur 

Die Infrastruktur, welche dem Mountainbike-Tourismus dient, ist nicht im Besitz von ausschliesslich einer Organisation, sondern von mehreren. Ein Biketrail kann zum Beispiel auf Boden von mehreren Gemeinden und sogar Privatpersonen führen. Beim Transportunternehmen spielt wiederum ein weiterer Markteilhaber mit. Die Bike-Guides arbeiten selbständig und das Hotel... Das Erlebnisangebot setzt sich aus einem Flechtwerk an Infrastruktur und Dienstleistungen zusammen mit fragmentierten Besitztümern. Es braucht also mehrere Partner, die sich in Partnerschaften zusammenschliessen, um eine durchgängige Erlebniskette anzubieten.

Allegra_12_byFilipZuan

Die Grundlagen

Mit der Schaffung von überregionalen Grundlagen können Kräfte und Ressourcen gebündelt werden. Es macht zum Beispiel keinen Sinn, wenn die Destinationen A, B und C ein eigenes Ausbildungsprogramm für Guides anbieten. Deshalb gibt es in der Schweiz ein nationales Ausbildungsprogramm. Es ist aber auch zwecklos, wenn sich jedes Dorf darum kümmert, wie der raumplanerische Prozess vorgenommen werden soll, wenn es um eine neue Mountainbike-Strecke geht. Das soll und kann in den meisten Fällen kantonal geregelt werden.

Wir empfehlen bei Mountainbike-Projekten über die politischen und touristischen Grenzen hinaus zu denken und zu handeln. Ende Monat dürfen wir ein neues, überregionales Projekt lancieren, in einer Region, in der wir bis heute nicht tätig waren. Wir freuen uns!

Topics: mountain bike, economic impact, destinations, unterhalt, trail, tourisme, construction, partner

WANT TO RECEIVE OUR UPDATES
IN YOUR INBOX?