Allegra tourismus
allegra-search-icon.png

WHAT ARE YOU LOOKING FOR?

Tipps zur Zielgruppen Bestimmung

Posted by Olivia Schoch on October 01, 2018
Olivia Schoch
Find me on:

Wir haben in einem Blogbeitrag dazu geraten, bei der Zielgruppendefinition nicht auf die Mountainbike-Szene zu fokussieren. In der Folge erreichte uns wiederholt die Frage, wie denn die Zielgruppe am besten zu bestimmen ist. Wir kennen viele Möglichkeiten und möchten sieben Gliederungsarten vorstellen. 

Mountainbike-Kategorien

Die Gliederung nach Mountainbike-Kategorien liegt auf der Hand. In diesem Fall nimmt man sich das Beispiel der Mountainbike-Industrie vor, wie sie Ihre Produkte im Markt segmentiert. Diese arbeitet zum Beispiel mit Begriffen wie Downhill, Enduro, All Mountain, Trail, Tour, Crosscountry, Crosstrail und so weiter. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich die Nutzer der entsprechenden Fahrzeuge und Tools kategorisieren. Schön und gut. Das Problem aber ist, dass der Gast sich oft selbst nicht einordnen kann. Er fährt was und wo es ihm gefällt – ohne zu wissen, in welche Kategorie er gemäss Fachperson fällt.

MOTIV

Menschen Handeln nach einem Motiv. Bei den Mountainbikern ist es das Bedürfnis nach einem Naturerlebnis. Jedoch nicht nur. Nebst diesem übergeordneten Bedürfnis möchten weitere und je nach Person ganz unterschiedliche gedeckt werden, zum Beispiel Fahrspass, Wettkampf oder Abenteuer. 

Motiv

LAND UND REGION

Bei der Gliederung nach Land und Region fasst man die Zielgruppe nach ihrer Herkunft, respektive ihrem Wohnort, zusammen: Die Bayern, die Süddeutschen, die Deutschschweizer. Dies macht unserer Meinung nach jedoch wenig Sinn, denn man reduziert das Potenzial des Fahrers und Gast auf seine Herkunft. Weshalb sollte zum Beispiel ein Mountainbiker aus München ein ganz anderer Gast sein als einer aus Amsterdam?

SINUS-MILIEUS

Die Einteilung nach Sinus-Milieus finden wir besonders interessant und wenden wir bei Allegra-Projekten seit einigen Jahren selbst an. Worum geht es? Die Sinus-Milieus werden vom „Sinus-Institut“, einem Markt- und Sozialforschungsunternehmen, erforscht und entwickelt. Sie entsprechen Gesellschafts- und Zielgruppen-Typologien und basieren auf sozialen Milieus. Die Gesellschaft wird hierbei nach den beiden Achsen „geistige Orientierung“ und „Einkommensstärke“ eingeordnet und in unterschiedlichen Clustern abgebildet. Andere Länder andere Sitten – so gilt es auch für die Sinus-Milieus. Auch verändern sie sich mit der Gesellschaft stets und es entstehen neue Cluster. Mountainbiker sind häufig Teil der bestehenden Subgruppierungen der „Experimentalisten“, der „Performer“, der „Hedonisten“ oder den neu entstandenen „digitalen Kosmopoliten“.

Sinus MilieuUm die Menschen einer Zielgruppe etwas greifbarer zu machen, erarbeiten wir jeweils eine fiktive Person. Wir definieren also pro Zielgruppe stellvertretend eine Person. Ein Beispiel: Der typische Mountainbiker für meine Region ist Hans, 43-jährig, arbeitet als Informatiker, wohnt im Grossraum Zürich, hat diese und jene Vorlieben (zu definieren) und beim Mountainbiken ist ihm dieses und jenes wichtig (zu definieren). Dies sind seine Wünsche und das wäre sein Albtraum und damit könnten wir ihn positiv überraschen (jeweils zu definieren). Das Cliché bildet zwar nicht die Masse der Mountainbiker ab, soll auch nicht für Zahlenbeispiele dienen, sondern ausschliesslich dazu dienen, ein konkretes Bild von der Zielgruppe zu schaffen und ein Gefühl dafür zu kreieren. Bei der Erarbeitung des Geschäftsmodells kann man sich „Hans“ bei jeder Fragestellung und Entscheidung als Beispiel nehmen. 

Persona

BESTEHENDE GÄSTESTRUKTUR

Jede Destination hat in der Regel bereits eine bestehende Gästestruktur. Darauf basierend lässt sich bestimmen, was es braucht, damit interessierte Gäste zu Mountainbike-Gästen werden. 

EIGENRECHERCHE

In Eigenrecherche lassen sich interessante Tourismus-Trendberichte mit neuen Zielgruppen-Definitionen im Mountainbiking finden. Man kann sich einiges von Hotels mit Wellnessangebotenunter anderem abschauen und sich davon inspirieren lassen, welche Zielgruppen bereits in bestehende oder potentielle Mountainbike-Destinationen reisen. Als Beispiel möchten wir die „Silverpreneurs“ nennen. Gemeint sind Menschen in der dritten Berufsphase, deren Kinder ausgeflogen sind und die sich nochmals unternehmerisch und auch privat selbstverwirklichen. Oder die „Super Daddys“. Das sind die jungen Väter, die, wenn sie mit ihren Kindern alleine sind, mit ihnen die Freizeit komplett eventisieren. 

Wir wünschen viel Freude und Erfolg bei der Zielgruppen-Definition und möchten einfach auch daran erinnern: Den Mountainbiker per se gibt es so nicht! Es ist niemand ausschliesslich Mountainbiker. Hinter dem Mountainbiker steht immer eine reale Person mit ganz vielen weiteren Interessen, Bedürfnissen und Gedanken. 

Topics: mountain bike, destinations, tourisme, targetgroup

WANT TO RECEIVE OUR UPDATES
IN YOUR INBOX?