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Wie schwierig sollen Mountainbike Trails sein?

Posted by Olivia Schoch on September 14, 2018
Olivia Schoch
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Wer sich mit Mountainbiken befasst ist sehr schnell bewusst oder unbewusst mit dem Thema Schwierigkeitsgrad von Trails konfrontiert. Denn ein Rad will in der Regel nicht geschoben oder getragen, sondern gefahren werden. Der Mountainbiker, der auf dem Trail entweder zu oft absteigen musste oder zu oft gestürzt ist, ist ein frustrierter Gast. Wie schwierig sollen also Mountainbike Trails für glückliche Nutzer sein?
Um den Schwierigkeitsgrad von Mountainbike-Trails für die eigene Tourismus-Destination zu bestimmen müssen zuerst ein paar Faktoren geklärt und Entscheidungen getroffen werden: Zielgruppe, Konsequenz und Progression.

 

ZIELGRUPPE
Im Idealfall ist die Wahl des Mountainbike Trails, aus der wirtschaftlich-touristischen Perspektive gesehen, eine Ableitung aus einem Geschäftsmodell. Somit stellt sich die primäre Frage: Für wen ist das Produkt? Wer ist der Trail-Nutzer? Der Schwierigkeitsgrad variiert mit der Nutzergruppe.

IMG_6214 KONSEQUENZ
Ein Schwierigkeitsgrad muss auf dem entsprechenden Trail durchgehend sein, sprich konsequent durchgesetzt werden. Einbisschen sehr schwierig, einbisschen sehr leicht, einbisschen durchschnittlich – also von allem einbisschen auf dem gleichen Trail – dieses Produkt vermag, wenn überhaupt, höchstens einbisschen ansprechen. Aber sicher niemanden befriedigen. Lieber einen Trail mit einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad, einen zweiten mit schwierigem und einen dritten im mittleren Bereiche anbieten dafür in sich homogen umgesetzt.

 

PROGRESSION
Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade, die innerhalb einer Destination zum Angebot stehen, sollen in der Abstufung so nahe beieinander liegen, dass ein Übergang für den Mountainbiker relativ einfach ist. Bei einem Trail ohne Wurzeln und Steine in Kombination mit einem Trail gespickt mit 1-metrigen Drops ist die Progression nicht erfüllt. Der Übergang ist für den Gast praktisch unüberwindbar ohne Kopf und Kragen zu riskieren. Gefragt ist eine kleine Steigerung. Zum Beispiel ein Trail mit kleinen Steinen und Wurzeln als Progression zum sehr einfachen. Das Trailsortiment soll den Nutzern erlauben ihr Fahrkönnen zu entwickeln und sich zwischen den Schwierigkeitsgraden jederzeit auf und ab zu bewegen. Besser also sehr anspruchsvolle und anspruchsvolle Angebote in der Kombination anbieten zwischen denen der Biker sein Fahrkönnen entwickeln kann als ein ganz einfaches und ein ganz schwieriges Angebot.

90a197ab-521d-42e1-8554-a30cd9440349In den meisten Fällen läuft es darauf hinaus, dass am meisten Angebote im mittleren Bereich benötigt werden. Die Lernkurve im Mountainbiking ist sehr steil. Wenn die Progression gegeben ist, kann das Fahrlevel schnell gesteigert werden. Dann gibt es aber einen Punkt, wo einzelne kleine Fahrtechnikschritte sehr viel Zeit abfordern. Hier staut sich also ein Fahrerfeld und es gibt in der erst steil verlaufenden Lernkurve einen Hick, so dass sich das Gros der Mountainbiker im Mittelfeld bewegt.  

Topics: mountain bike, destinations, trail, tourisme

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