Allegra tourismus
allegra-search-icon.png

WHAT ARE YOU LOOKING FOR?

Neue Learnings aus den E-Mountainbike Studientagen

Posted by Darco Cazin on July 15, 2019
Darco Cazin
Find me on:

Wir haben diesen Frühling im Südtirol in Latsch die dritten E-Mountainbike Tourismus Studientage veranstaltet. Heute möchten wir uns den fünf Learnings für E-Mountainbike Destinationen widmen, die sich mit etwas Abstand betrachtet für uns heraus kristallisiert haben.
Ergänzend gilt es zu sagen, dass wir es gewagt hatten, drei Redner einzuladen, die allesamt weder aus der Mountainbike noch aus der E-Mountainbike Welt kommen. Ausserdem hatten wir uns im Tagesablauf auf lediglich drei Themen beschränkt. Das E-Mountainbike im Tourismus wurde also nicht breit, dafür umso tiefer behandelt. Hier sind sie nun also - unsere fünf Learnings für E-Mountainbike Destinationen:

Kundenfokus
Man hört es immer wieder und ganz oft bei Tagungen und Trainings: Kundenfokus! Christian Gartmann war unser erster Redner und das war sein „Mantra“. So trivial es auch ist und so offensichtlich die Dringlichkeit – dennoch lässt man sich immer wieder davon einholen, dass man den Fokus auf den Kunden verliert. Es gibt tausend Gründe, weshalb das passiert und weshalb man sich mit anderen Angelegenheiten auseinandersetzt. Es ändert aber nichts daran, dass der Kundenfokus ein Grundpfeiler ist. Und so auch beim Thema E-Mountainbike.

Mainstream
Der Kundenfokus ist also mehr als nur wichtig. Wer ist denn aber der Kunde? Nicole Schwenck hatte bereits letztes Jahr bei den Studientagen davor gewarnt: Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht auf die Kernzielgruppe der Kernzielgruppe einschiessen. Die Anspruchsgruppe der E-Mountainbiker muss als Ganzes wahrgenommen werden. Dann stellt man nämlich fest, dass die Summe der E-Mountainbiker durchaus „Mainstream“ ist. Da geht es um sehr breit gestreute Themen und nicht um die Radgrösse oder den Uphillflow, wie die Szene vorgibt.

Effizientes Naturerlebnis
Und jetzt kommts: Das Hauptinteresse dieser „Mainstream“ Kundengruppe ist es, authentische Naturerlebnisse zu sammeln. Dieser Kunde möchte nahezu in der Wildnis abtauchen. Die Problematik dabei ist, dass es in einem klaren Gegensatz zu seinem zweiten Bedürnis steht: Er möchte dieses hautnahe Naturerlebnis, dieses Wildniserlenbis, möglichst einfach, komfortabel, einfach zugänglich und in kurzer Zeit erleben. Für den Touristiker liegt die Chance darin, diese Brücke mit entsprechend touristischen Angeboten zu schlagen. Der elektrische Antrieb am E-Mountainbike hilft dabei – denn der Gast ist schnell im Grün.

emtbtourismus 2019  (118)Koexistenz
Die Begriffe Koexistenz und Entflechtung sind zu recht allgegenwärtig – die neuen Konzepte bringen gute Resultate hervor. Beim E-Mountainbike Gast kann dies aber eine Falle sein. Wenn wir meinen, dass die völlige Entflechtung, also Wanderer hier und Biker dort und Drittnutzer wieder woanders, das Erlebnis unseres „Mainstream“ Gastes maximiert, haben wir uns in den meisten Fällen getäuscht! Treffpunkte, also Orte, wo sich viele unterschiedliche Nutzer gemeinsam aufhalten, decken die Bedürnisse grösstenteils ab. Für unseren E-Mountainbiker ist das eine vertraute Umgebung. Er kennt das von seinem Wohnort, von der Stadt, von überall da, wo es öffentlichen Raum gibt. Von solchen Orten hat man die Erfahrung, dass es der allgemeinen Lebensqualität dient, wenn man es schafft, verschiedene Menschen an einem Ort zusammen zu bringen. Die Erlebnisqualität eines E-Mountainbikers ist nicht höher, wenn er den ganzen Tag nur unter E-Mountainbikern ist.

Raum schaffen
In Bezug auf das Thema der Koexistenz und der Entflechtung kommt es schnell zur Berührung mit anderen Nutzern sowie mit diversen Rahmenbedingungen und politischen Themen. In seinem Vortrag hat Hugo Götsch aus Sicht der Mobilität in den Städten einen Aufruf gemacht, der uns sehr gefällt. Er hat veranschaulicht, dass das Radfahren die Zukunft in den Städten ist. Und er hat dazu motiviert, für das Fahrrad Raum zurückzugewinnen.

Doch das soll nicht nur für die Stadt gelten. Auch in den alpinen Tourismusdestinaitonen gilt es Raum fürs Fahrrad, fürs Mountainbike – und da wir beim Thema sind – fürs E-Mountainbike zurück gewinnen.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals herzlich für die tollen Vorträge von Hugo Götsch, Dr. Samy Egli und Christian Gartmann. Und natürlich bedanken wir uns bei Christina Kulling, Sissi Pärsch und Michaela Zingerle, mit denen wir die Studientage auch 2020 wieder durchführen werden.

Stay tuned.

Topics: mountain bike, Bike, e-mountainbike, tourisme, targetgroup, bergbahn, allegra

WANT TO RECEIVE OUR UPDATES
IN YOUR INBOX?