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Koexistenz und Entflechtung in der Schweiz

Posted by Darco Cazin on August 08, 2019
Darco Cazin
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Teilen oder aufteilen? Das ist die Frage beim Thema Koexistenz und Entflechtung. Wo können wir verschiedene Nutzergruppen auf dem gleichen Weg führen – zum Beispiel Biker und Wanderer – und wo soll die Infrastruktur gesondert angeboten werden – ein Weg für Biker, ein anderer für Wanderer?
Sowohl die gesetzlichen als auch die kulturellen Rahmenbedingungen gestalten in der Schweiz eine Mountainbike freundliche Situation, viel freundlicher als in manch unserer Nachbarsländer. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die verschiedenen Organisationen heute auch auf nationaler Ebene einen konstruktiven Dialog führen. Und dank der jahrelangen Arbeit von SchweizMobil, werden die vielen Anliegen des Langsamverkehrs auf kantonaler und nationaler Ebene optimal koordiniert. Was können Regionen und Destinationen von den Best Cases in der Schweiz lernen?

Bei der Zusammenarbeit mit Akteuren und Beeinflussern wie Gemeinden, Wegverantwortlichen und Tourismusorganisation machen wir regelmässig auf drei Prinzipien aufmerksam:

Attraktivität
Ein attraktives Mountainbikeangebot enlastet das Wanderwegnetz. Die Mountainbiker gehen dahin, wo sie es gut finden. Das ist eine banale und maximal wirksame Kanalsiation der Mountainbiker. Simpel und gut!

blog 19-5_attraktivität angebotNatur und Landschaft
Die Natur und Landschaft werden durch eine geplante Koexistenz und Enflechtung geschont bis gar geschützt, was zuletzt allen Beteiligten zu Gute kommt.

Individuum
Weder planerische noch technische Massnahmen und auch nicht die Gesetzgebung können das Verhalten aller Nutzer zu hunder Prozent beeinflussen. Das sehen wir im Strassenverkehr: Gilt die Maximalgeschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde so gibt es immer welche, die dennoch schneller fahren. Auch Mountainbiker und Wanderer halten sich nicht immer an alle Regeln. Die Koexistenz hängt vom Verhalten jedes einzelnen ab. Den Anspruch, dass es eine perfekte Lösung für alle gibt, muss man ablegen.

Mittel der Entflechtung
Im Grundsatz wird immer eine Koexistenz, also möglichst viele Nutzer auf dem gleichen Weg, angestrebt. Wann ist Entflechtung notwendig und welche Mittel gibt es? Bei dezidiert gebauten Mountainbike-Trails wie Downhill, Dirt-Jump oder Flowtrail, leuchtet es ein, dass dort der Mountainbiker ohne andere Wegnutzer unterwegs sein muss. Auch bei sehr hohen Nutzungsfrequenzen oder auf Wegen mit Gefahrenstellen über längere Strecken ist Entflechtung ebenfalls angesagt. Diese ist auf verschiedene Arten gestaltbar. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit der räumlichen Enflechtung: Separate Wege nach Nutzerart. Dank unseres dichten Wegnetzes geht es aber auch anders. Vielleicht entscheidet man einfach aufgrund bestehender Wege, wo welche Art der Nutzung stattfinden soll. Auch gibt es immer die Option neue Wege dazu zu bauen - wie hier bei uns im Engadin:

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Und es muss auch nicht immer ein neuer Weg für den Biker sein. Warum nicht mal ein neuer Weg für den Wanderer, wenn der bestehende perfekt für Biker ist? Eine ganz andere Möglichkeit der Entflechtung ist die zeitliche und die organisatorische. Auf manchen Wegen ist die Entflechtung bestens damit gelöst, dass man die Nutzung der Mountainbiker zeitlich regelt – zum Beispiel den Zugang nur morgens gewährt. Nicht immer, aber oft, gibt es Frequenz-Höhepunkte. Diese Manssnahme schafft Abhilfe. Und mit der organisatorsichen Entflechtung ist gemeint, wenn zum Beispiel Bergbahnen Biker nur an bestimme Orte transportieren und an andere nicht.

Wir bei Allegra haben die Erfahrung gemacht, dass die Lösung in der Beurteilung der ganzen Gesamtheit liegt und verschiedene Kriterien zu überprüfen sind. Dazu braucht es einen Masterplan der definiert, wo, was stattfinden soll. Die isolierte und punktuelle Beurteilung, wo Koexistenz oder Entflechtung praktiziert werden soll, führt immer zu einem Flickwerk. Der erste Schritt zur Förderung von Koexistenz und Entflechtung ist deshalb die konzeptionelle Entwicklung einer Destination mittels einem Geschäftsmodell. Erst danach folgen Nutzungsplanung, Masterplanung, Detailplanung, Bewilligungsverfahren, Instandhaltung, Instandsetzung und Neubau. Wir bei Allegra bieten hierzu Kopf, Hand, Herz und Schaufel – das ganze Package!

Wenn du mehr über diese einzelnen Schritte erfahren willst, schreib uns einfach. 

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Topics: mountain bike, Bike, e-mountainbike, trail, tourisme, bergbahn, allegra, entflechtung, koexistenz, tourismus

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