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Die effektiven Kosten eines Mountainbike Trails

Posted by Darco Cazin on August 21, 2019
Darco Cazin
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Unser Konzeptmodell zur Entwicklung einer Mountainbike-Destination basiert auf den drei Grundelementen Trails, Services und Identität. Und wie einige der Leser von früheren Beiträgen wissen, beurteilen Tourismusdestination die Trails als das Element, das am meisten Investitionen benötigt; also die grössten Kosten verursacht. Wie verhalten sich diese Kosten tatsächlich?

 

Lasst uns bei den Basics beginnen: Es gilt zu bedenken, dass sich die Kosten eines Trails nicht ausschliesslich auf die Erstinvestion beziehen. Die Kosten der Erstinvestition hängen von den Faktoren in diesem Blog ab. Ein Trail erzeugt ganz zu Beginn beim Bau, dann aber auch bei der Instandhaltung und bei der Instandsetzung einen Aufwand. So sieht nämlich ein gesunder Lebenszyklus eines Trails aus. Ökonomisch lässt sich das wie folgt darstellen: Auf der Y-Achse sind die Kosten angesiedelt und auf der X-Achse die Lebensdauer. Zu Beginn gibt es einen Abschnitt, bei dem unser I0liegt, die Anfangsinvestition. Ausgehend vom höchsten Punkt, zeichnet sich dann eine steigende Kurve ab und diese zeigt die Unterhaltskosten über den Zeitstral hinweg an. Nimmt man sich wirklich die Mühe, dies grafisch darzustellen und zu berechnen, kommt man zur Erkenntnis, dass es nicht so entscheidend ist, ob die Erstinvestition 100‘000.- oder 120‘000.- Franken beträgt. Viel ausschlaggebender ist, wie steil die Kurve der Unterhaltskosten ist. Wir kennen Fälle, in denen die Unterhaltskosten bis zu 25 Prozent der Anfangsinvestition betragen. Setzt man dies in den Vergleich mit Unterhaltskosten von 7 bis 8 Prozent, dann resultiert dies in einem Faktor von 3 bis 4! Klipp und klar: Ein Trail mit geringen Unterhaltskosten ist früher rentabel.

Bildschirmfoto 2019-08-17 um 16.56.46Was macht es denn aus, ob diese Kurve flach oder steil ist? Grundsätzlich hängt dies von drei Faktoren ab: Ganz grob kann man sagen, dass je steiler ein Trail, desto steiler auch seine Kostenkurve ist. Und je flacher ein Trail, desto überschaubarer sind seine Unterhaltskosten. Das gilt aber wie gesagt nur rudimentär. Es gibt natürlich auch Beispiele, bei denen ein flacher Trail horrende Unterhaltskosten verursacht, weil er nicht sachgemäss angelegt worden ist.

Der zweite Faktor ist die Planung, sprich ein seriöses Trail-Design – und zwar nicht nur auf Papier sondern im Feld. An dieser Stelle ein guter Tipp, woran ein professioneller Trailbauer unter anderem zu erkennen ist: Wenn er einen Klinometer dabei hat (siehe Blog-Bild)! Wenn er nicht weiss, was das ist, dann hat man es wohl mit der Sorte „steile Kostenkurve“ zu tun.

Und der dritte Faktor, welcher die Kostenkurve schmälert, liegt in der profunden Trail-Spezifikation. Hier soll sorgfältig definiert werden, wo der Trail mit welcher Typologie angelegt wir
d. Bei Allegra arbeiten wir hierfür mit 22 Kriterien.

Eurobike Travel Talk 2019 Darco.010Wer mehr dazu wissen will, wie die Rentabilität einer Mountainbike-Destination spielt: Ich werde am 6. September 2019 um 10.45 Uhr im Rahmen des Eurobike-Traveltalks einen Vortrag halten „Der ROI im Mountainbike Tourismus“. Es würde mich freuen euch da zu sehen!

Topics: mountain bike, Bike, e-mountainbike, tourisme, targetgroup, bergbahn, allegra

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