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Aller guten Dinge sind Drei: TRAILS - SERVICES - IDENTITY

Posted by Olivia Schoch on July 08, 2017
Olivia Schoch

Ja, wir von Allegra bauen Trails. Wir zeichnen Pläne. Wir beraten Mountainbike-Destinationen und helfen diesen sich zu vermarkten. Wir führen politische Diskussionen mit den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen des Mountainbikings. 

Und wir denken
– und zwar ziemlich oft und intensiv! Am meisten Gedanken haben wir uns vermutlich zur Frage gemacht: Welche ist die praktikabelste Methode zur Entwicklung einer erfolgreichen Mountainbike-Destination? Wie so oft liegt die Essenz in der Einfachheit und so sind wir heute bei drei Grundelementen angelangt – aller guten Dinge sind Drei – denen wir uns nun eingehend widmen:

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Wege, auf denen sich die Mountainbiker bewegen, inklusive Hilfsmittel wie zum Beispiel Signalisation und Kartenmaterial

Bildschirmfoto 2017-07-08 um 02.10.55.pngDienstleistungen, welche spezifisch für Mountainbiker zur Verfügung gestellt werden

Bildschirmfoto 2017-07-08 um 02.11.04.pngIdentität oder anders genannt «lokale Mountainbike-Kultur» 

Diese drei Elemente bilden das tragende Fundament einer erfolgreichen Mountainbike-Destination. Um Missverständnisse zu vermeiden, lohnt es sich diese aus zwei verschiedenen Perspektiven anzuschauen und zu überprüfen: Aus der Perspektive des Mountainbikers, welcher zugleich Gast ist sowie aus der Perspektive der Mountainbike-Destination, des Anbieters. Das wollen wir nun durchspielen, die drei Grundelemente aus den Augen der zwei unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu betrachten.


Perspektive des Mountainbikers / Gasts

Für den Mountainbiker sind die TRAILS der Hauptträger seines Erlebnisses. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Downhill-Mountainbiker handelt oder um einen Mountainbiker, welcher gerne entlang eines Flusses fährt. Auf dem Weg wird erlebt und Emotionen freigesetzt und ohne diesen gibt es kein Mountainbiking und somit keine Mountainbiker (kein Kunde).

Die SERVICES sind für den Mountainbiker ausschliesslich zweckdienlich. Sie stellen eine vereinfachte, schnellere und komfortablere Zugänglichkeit des Mountainbike-Erlebnisses sicher und verlängern sowie intensivieren dieses im Idealfall.

Die IDENTITÄT ist für den Mountainbiker wichtig, da es für ihn zu seinem Lifestyle gehört den er mit anderen Menschen teilt. Somit spielt die Identifizierung und Sozialisierung via Mountainbike eine zentrale Rolle in seinem Leben. Diesen Lifestyle will der Mountainbiker an einem Ort führen, wo dieser Lifestyle gelebt wird. Und sicher nicht an einem Ort, wo sein Lifestyle fremd ist und er sich isoliert fühlt.


Perspektive der Tourismus-Destination / des Anbieter

Für einen Anbieter im Bereich Mountainbike-Toursimus sind die TRAILS erstmals einfach mal eine Investition. Trails kosten Zeit – und Geld. Es gibt heute keine schlüssigen Modelle um mit Mountainbike-Wegen direkte Einnahmen zur Refinanzierung zu generieren. Im Langlauf wird dieses Problem mit einer Vignette als Pin zu einem Pauschalpreis gelöst. Eine andere denkbare Lösung wäre zum Beispiel einen Ansatz pro genutzten Mountainbike-Trail mit Verrechnung via Mobile-App. Dies sind heute jedoch alles nur Ideen zur Refinanzierung – die Umsetzung fehlt. Und somit sind die Entwicklungsarbeiten rund um den Trail, wie Trailbau, -unterhalt, Signalisation etc. vorerst als Investition für die Region hinzunehmen.

Den Return gibt es hingegen bei den SERVICES zu verzeichnen. Die Dienstleistungen sind die Chance für einen Mountainbike-Tourismus-Anbieter die Investitionen zu amortisieren. Und diese gilt es zu nutzen: Shops, Guiding Services, Vermietung, Hotelübernachtung, Transport, Essen und Trinken etc. Für alle diese Leistungen kann der Anbieter Geld verlangen. Wenn also «Investment» und «Return» gegenüber gestellt werden – und das tun langfristig erfolgreiche Geschäftsmodelle – dann liegt das «Investment» in den Trails und der «Return» in den Services.

Die IDENTITY, also Identität und lokale Mountainbike-Kultur, ist für eine Mountainbike-Destination oder -Region aus zwei Gründen wichtig: Einerseits spreche ich als Anbieter selbstverständlich und zwangslos die Sprache meines Mountainbike-Kunden, wenn ich selbst eine lokale Mountainbike-Kultur pflege und lebe. Ich präsentiere mich als Mountainbike-Destination somit glaubwürdig und authentisch. Hiermit ermögliche ich eine vertrauensvolle Beziehung mit meinem Kunden auf Augenhöhe. Anderseits eigne ich mir unwiderruflich mein eigenes Mountainbike-Know-How auf. Dieses Know-How ist wichtig um mich als Destination oder Region zusammen mit dem Mountainbike natürlich weiter zu entwickeln. Denn der Mountainbike-Markt ist heute nicht mehr der gleiche wie vor zehn Jahren und wird in zehn Jahren wieder ein anderer sein. Die lokale Identität stellt also den gemeinsamen Fortschritt sicher und somit eine gesunde Nachhaltigkeit.

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Bildlegende: Wenn Allegra Denksport auf Papier bringt. 

Perfect Match

Das ist nun also das Allegra-Modell der Drei Grundelemente, welches wir bei der Beratung unserer Kunden zum Thema Mountainbike-Tourismus-Destination anwenden. Um Stabilität zu sichern gilt es die drei Pfeiler parallel zu entwickeln und sowohl auf den Markt als auch auf die Destination abzustimmen. Beim Markt gilt es Parameter zu definieren, wie zum Beispiel, welche Zielgruppen und Einzugsgebiete anvisiert werden und wo Potenziale gesehen werden. Als Destination muss man sich ausserdem wichtige Fragen stellen wie: Was macht für die eigene Destination überhaupt Sinn? Welche touristischen Konzepte, Infrastrukturen und weiteren Angebote sind bereits vorhanden? Ziel ist der «perfect Match» zwischen Markt und Destination, erstellt auf dem Fundament der drei Grundelemente Trails, Services, Identity. Innerhalb dieser drei Grundelemente gibt es verschiedene Taktiken und Massnahmen um entsprechende Angebote zu entwickeln.

Das denken wir bei Allegra und möchten wir teilen. Was denkst du?

Topics: mountain bike, trails, services, identity, destinations, tourisme

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